Die Frage kann hier nicht in aller Ausführlichkeit und auch nicht endgültig behandelt werden. Vielleicht sollte man auch eher vom mitteleuropäischen Handwerk sprechen. Bereits vom Mittelalter her haben sich in dieser Region Europas und insbesondere auch in Deutschland Qualitätsstandards herausgebildet, die einmalig und unübertroffen in der Welt sind, was jederzeit bewiesen werden kann. Wer sich einen historischen Überblick über die Erzeugnisse verschaffen möchte, braucht nicht weit zu gehen und kann schon in Sachsen fündig werden:
Beispielhaft ist das Uhrenmuseum in Glashütte, das Grüne Gewölbe in Dresden, das Horch-Museum in Zwickau, das Schlesische Museum der Glasmacher in Görlitz. Berühmt war vom Mittelalter her das Handwerk in Nürnberg und Augsburg. Die russischen Zaren kauften nur von dort (Heute dürfen sie nicht mehr.). Wer schon einmal in der Erimitage in St. Petersburg war, hat das gesehen. Die Qualität des Handwerks war auch die Basis für die Qualitätsarbeit der späteren Industrie.

"VERTRAUEN"

                                     (eine wichtige Kategorie im Geschäftsleben)

Früher war es bekanntermaßen üblich, Geschäfte mit Handschlag abzuschließen.
Meistens ging man darauf noch ins Gasthaus und trank auf das gute Geschäft. Es galt der
Spruch: "Ein Mann - ein Wort." Aber wie ist es heute?  Die heutige Einstellung zum
Vertrauen erhielt bei uns im Osten einen Bruch, als Leute aus dem Westen kamen und
bei unseren Handwerkern und Geschäftsleuten für 50 000 DM und mehr Aufträge erteilten
und dann ganz einfach nicht bezahlten. So etwas kannten wir im Osten nicht, bestellen
und nicht bezahlen. Dadurch allein ist heute im Vertrauen der Bruch so tief, dass das
kaum reparabel ist.

Das besinnliche Fest sollte es sein, mal Ruhe finden, in sich gehen oder gar an göttliche Wunder beim Lichterschein glauben.

Doch jedes Jahr gesellt sich dazu der Konsumwahn -  zunehmend mit Paketen. Er erreichte auch dieses Jahr seinen Höhepunkt im Internethandel, der auch in Stolpen zu spüren war. Das Gespräch, auf das kommen wir später noch zu sprechen, kam zu kurz. Fast 70 Prozent der Deutschen sollen es inzwischen sein, die lieber mit dem Computer sprechen als mit den Mitmenschen. Wie viel es in Stolpen sind, ist mir nicht bekannt. Natürlich werden da die meisten Geschenke bequem auf dem Sofa mit dem Computer geordert.

Im engeren Sinne ist Philosophie zwar vor allem Erkenntnistheorie, aber man muss sich ja nicht gleich mit Theorien beschäftigen. Auch die o.a. Grundsätze können eine philosophische Denkweise sein. Auf jeden Fall ist so eine Offerte für jedes Geschäft bzw. für jede Firma eine gute Reklame und jedem zu empfehlen.  In diesem Zusammenhang möchte ich auf unseren großen Dichter Friedrich Schiller zu sprechen kommen, der in seiner Antrittsvorlesung an der Universität Jena seinen Studenten zugerufen hat: Ihr dürft nicht nur Brotstudium betreiben, ihr müsst euch auch mit Philosophie beschäftigen, damit ihr einen erweiterten Horizont, einen größeren Überblick bekommt.

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